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Interkulturelle Öffnung der bremischen Verwaltung

 

In städtischen Ballungsräumen, so einschlägige demografische Prognosen, wird schon bald die Mehrheit der Bevölkerung einen "Migrationshintergrund" haben. Wie viele andere gesellschaftliche Bereiche sind auch und besonders kommunale Dienste und Verwaltungen gefragt, Zuwanderer als Nutzer und Kunden öffentlicher Dienstleistungen anzusprechen – und den Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst zu erhöhen. Gleichwohl: Die interkulturelle Öffnung der Verwaltung steckt noch in vielen Städten in den Kinderschuhen, auch in Bremen. Das von der zuständigen Deputation bewilligte, vom Europäischen Sozialfonds bis Frühjahr 2013 geförderte und von der Senatorin für Finanzen unterstützte Projekt Interkulturelle Öffnung der bremischen Verwaltung (ikö-Bremen) will dem Abhilfe schaffen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bremischen öffentlichen Verwaltung werden praxisnah geschult. Im Kern geht es um den professionellen Umgang mit kultureller Vielfalt und Heterogenität im Amtsalltag – und um ein Bewusstsein, „das die Bürgerinnen und Bürger nicht als Bittsteller sieht, sondern wie Kunden behandelt" (Handschuck/Schröer 2002).

Denn: So bereichernd einerseits Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen in Bremen bereits vielfach erlebt werden, so offenkundig sind andererseits noch immer Vorbehalte und Vorurteile, Benachteiligungen und Diskriminierungen, Missverständnisse und gegenseitige Schuldzuweisungen, die die Kontakte und das Zusammenleben zwischen "Mehrheit" und "Minderheit" erschweren.


Ziel des Projektes

 

Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung Bremens werden in drei modularen Ausbildungsgängen dazu befähigt, interkulturelle Trainings künftig selbst durchzuführen und als „Multiplikator/innen“ an der Verstetigung der Projektidee mitzuwirken. Integraler Bestandteil der Ausbildung sind acht interkulturelle Grundlagenschulungen für über 100 Verwaltungsmitarbeiter/innen, die den geschulten Multiplikator/innen die Möglichkeit bieten, Trainingsimpulse in die Praxis umzusetzen. Sie werden dabei von den Ausbildern supervidiert.


  1. Schirmherrin von ikö-Bremen ist Bürgermeisterin und Finanzsenatorin Karoline Linnert.